Bergischer Radring – Entspanntes Fahrradabenteuer zwischen Remscheid, Wuppertal, Solingen
Erleben Sie den Bergischen Radring: 70 km Radspaß auf Bahntrassen in Remscheid, Wuppertal, Solingen. Tipps, Highlights & Packliste – Jetzt Tour planen!
- Start: Die Magie des Bergischen Radrings
- Die Trassen: Drei Wege, ein Erlebnis
- Sehenswertes unterwegs
- Genuss-Pausen auf dem Radring
- Alles was mit muss: Die Packliste
Start: Die Magie des Bergischen Radrings
Mein Tag beginnt auf alten Bahngleisen
Ich steige am frühen Morgen aufs Rad, der Dunst hängt noch über den Wäldern, als ich meine Tour auf dem Bergischen Radring beginne. Die ersten Meter rollen leicht, fast mühelos. Kein Vergleich mit den steilen Anstiegen, die das Bergische Land sonst auszeichnen. Stattdessen führt mich der durchdacht ausgebaute Weg auf ehemaligen Eisenbahngleisen sanft durch Wälder, vorbei an Fachwerkhäusern und offenen Landschaften. Die Geräusche von Stadt und Alltag verschwinden langsam hinter mir. Ich spüre sofort: Diese Tour ist anders. Sie ist mehr als eine sportliche Herausforderung – sie ist eine Reise zu den Wurzeln des industriellen Deutschlands, gepaart mit einem ordentlichen Schuss Natur, Genuss und Erholung.

Die Trassen: Drei Wege, ein Erlebnis
Nordbahntrasse, Korkenziehertrasse, Balkantrasse – pure Vielfalt
Der Bergische Radring besteht eigentlich aus drei Charakterköpfen: Die Nordbahntrasse in Wuppertal, die Korkenziehertrasse durch Solingen und die Balkantrasse Richtung Remscheid. Es sind perfekte Routen zum Rollenlassen – entspannt, ohne viele Höhenmeter, mit feinem Asphalt. So gelingt Genussradeln auch im Mittelgebirge.
Details, Fakten und Streckenbeschaffenheit
Die Nordbahntrasse prägt typisches urbanes Flair. Viadukte spannen sich kühn durch Straßenschluchten, Tunnel sind eindrucksvoll illuminiert. Radpendler und Freizeitradler mischen sich hier, im Herz der Stadt. Auf der Korkenziehertrasse gleite ich durch das grüne Band Solingens, vorbei an Relikten der Industriegeschichte. Alte Hallen, Speicher und handverlesene Cafés begleiten mich. Die Balkantrasse schließlich leitet mich hinaus nach Remscheid. Hier sind die Ausblicke weit, das Tempo etwas ruhiger, mehr Natur, weniger Stadt – und immer die berühmten bergischen Wälder im Blick.
Stimmen zur Route
„Die Trassen im Bergischen bieten einen sanften Zugang zu spannender Geschichte und machen Radfahren selbst für Flachlandradler angenehm,“ — Stiftung Warentest, Testbericht Radwege NRW
Trotz bester Asphaltdecke ist Licht Pflicht – die langen Tunnel der Nordbahntrasse und Korkenziehertrasse sind teils wenig ausgeleuchtet. Ein leistungsstarkes Frontlicht bietet hier Sicherheit und Atmosphäre.
Historischer Kontext & Ausbau
Jahrzehntelang ruhten die Eisenbahnschienen, bevor sie von engagierten Bürgerinitiativen zu modernen Radwegen verwandelt wurden. Laut Wikipedia begann der Ausbau der Nordbahntrasse 2006, die Trassenübergabe erfolgte 2014 – ein Vorzeigeprojekt für nachhaltige Stadtentwicklung im Ruhrgebiet.
Erlebenswerte Routenstruktur
Die Rundtour schließt Wuppertal, Solingen und Remscheid in einem harmonischen Kreis. Bahnhöfe entlang der Trassen ermöglichen es, die Tour individuell zu beginnen oder zu beenden. Ich genieße die Variabilität – Flexibilität pur, falls das Wetter, die Energie oder die Lust unterwegs wechseln.
Sie suchen passende Locations? Ganz einfach, geben Sie in der Suche rechts das Keyword ein: z.B: "Stadt, Besonderheit, etc."
Sehenswertes unterwegs
Highlights: Von Schieferhäusern bis Stahlgiganten
Ich lasse das Rad rollen und gönne mir Zeit für Fotostopps und Detours. Drei Highlights stechen heraus: Der historische Solinger Stadtteil Gräfrath mit seinen Schieferhäusern auf dem Marktplatz fühlt sich an wie eine Zeitreise – Fachwerk, Kopfsteinpflaster, lauschige Cafés. Ein paar Kilometer weiter, im Brückenpark, stehe ich unter Deutschlands höchster Eisenbahnbrücke, der Müngstener Brücke. Ihr gewaltiges Stahl-Skelett spannt sich 107 Meter über die Wupper – ein gigantischer Anblick, besonders bei Sonnenschein. Weiter auf der Strecke thront Schloss Burg hoch über dem Fluss: Mit der Seilbahn – praktisch auch für Radler und E-Bikes – schwebe ich zur mittelalterlichen Ritterburg, bevor sich das Panorama öffnet.
Punktlandung für Fotofans & Entdecker
Jeder Streckenabschnitt ist ein Bilderbuch. Urbane Tunnel, grüne Alleen, Fachwerkidyll und große Technik-Ikonen: Sie erzählen hier von Pioniergeist und Wandel – und laden zum Staunen und Verweilen ein.
Schauen Sie sich doch einmal eine Übersicht all unserer spannenden Themen an
Genuss-Pausen auf dem Radring
Die schönsten Cafés und Einkehrtipps
Radtouren leben von guten Pausen. Ich habe entlang der Strecke verschiedene Cafés getestet, die direkt vom Sattel aus erreichbar sind. Mein Favorit in Wuppertal: Das Café und Restaurant Bahnhof Blo mit traditionellem Bahnhofsflair – ideal für Kaffee und Kuchen. In Gräfrath, nahe dem historischen Marktplatz, serviert das Kaffeehaus feinen Espresso mit Blick auf hübsches Fachwerk. Im Brückenpark empfiehlt sich das „Haus Müngsten“ mit weitläufiger Terrasse direkt unter dem Brückenbogen: ein einmaliges Ambiente für eine Stärkung.
Einkehrkultur am Radweg
Die Cafés und Restaurants entlang des Radrings sind auf Radfahrer eingestellt – Fahrradständer, Ladestationen, schnelle Snacks und energiereiche Gerichte sind an vielen Stellen Standard (Quelle: Pinterest Erfahrungsberichte).

Alles was mit muss: Die Packliste
Packliste: Die perfekte Tagesausstattung für den Radring
Ich habe meine Tagestour sorgfältig geplant. Damit Sie unterwegs nicht improvisieren müssen, hier meine bewährte Packliste: Multitool fürs Rad, Ersatzschlauch oder Flickzeug (Scherben gibt’s leider immer mal), Minipumpe, Sonnenbrille – schützt auch vor Insekten auf schnellen Kurvenabfahrten. In den Tunneln ist es oft erstaunlich kühl – eine Wind- oder Regenjacke sorgt für Komfort. Radhandschuhe helfen gegen Ermüdung. Für den kleinen Hunger zwischendurch sollten Müsliriegel oder ein paar Nüsse in die Trikottasche. Unverzichtbar: eine gut gefüllte Trinkflasche und eine Powerbank fürs Smartphone.
Checkliste für Genießer und Vielradler
- Multitool und Ersatzschlauch
- Front- und Rücklicht (Pflicht für Tunnel!)
- Wind-/Regenjacke & Radhandschuhe
- Trinkflasche, Snacks, Powerbank
Mein Extra-Tipp
Durch die Bahnhöfe entlang der Strecke kann ich überall starten oder aussteigen. Bei Regen, Pannen oder fehlendem Akku bleibt der Radring flexibel – das macht ihn besonders tagesausflugstauglich.
Vorteile & Nachteile auf einen Blick
Vorteile
- Kaum Steigungen dank Bahntrassen
- Viele Einstiegspunkte und Bahnhöfe
Nachteile
- Tunnel können kühl und dunkel sein
- Am Wochenende teilweise stark frequentiert
Checkliste für die Praxis
- Route vorab auf Karte oder App prüfen
- Für Tunnels und Bahnhöfe Kartenmaterial dabeihaben
- Cafés vorher raus googeln – Öffnungszeiten prüfen!
- Powerbank aufladen und Ersatzschlauch nicht vergessen

Weiterführende Infos
Für detaillierte Übersichtskarten empfehle ich die offizielle Website der Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal. Wer mehr zu Bahntrassenradwegen generell wissen will, wird bei den Testberichten von Stiftung Warentest und Wikipedia fündig. Apps wie Komoot oder Outdooractive listen Streckenpunkte, Sehenswürdigkeiten und Einkehrmöglichkeiten aktuell.
Zielgruppen im Blick
Perspektive für 20–40 Jahre
Als junge Erwachsene suchen Sie das sportliche Erlebnis und ein wenig Abenteuer? Der Radring ist die perfekte Mischung: abwechslungsreich, stadt- wie naturnah, zwischen Instagram-Hotspot und After-Ride-Eis im Café. E-Biker finden moderne Infrastruktur, spontane Connections und eine Menge Szene-Charme.
Perspektive für 40–60 Jahre
Wer zwischen Job, Familie und Freizeit den Kopf freibekommen will, findet hier ideale Voraussetzungen: sanfte Steigungen, komfortabler Asphalt und viele Gelegenheiten zum Entspannen. Die Route bietet Flexibilität, Ausstiegsmöglichkeiten, Gastronomie und genug Genuss für ein Wochenende oder einen Kurzurlaub.
Perspektive ab 60
Gerade für Genießer und klassische Tourenfahrer ab 60 ist die Trasse ein wahrer Geheimtipp. Keine langen Steigungen, immer bahnnah, und zahlreiche Ruhebänke laden zur Pause. Die gute Anbindung an den Nahverkehr macht flexible Etappen- und Rundtouren möglich, das hilft bei jedem Wetter und allen Fitnesslevels.
„Der Bergische Radring ist ein leuchtendes Beispiel, wie aus Vergangenheit Zukunft gebaut wird – nachhaltig, fahrradfreundlich und voller Erlebnisse.“
Tourenblog Redaktion
Sie haben Fragen oder wollen Ihre Tour individuell planen? Melden Sie sich gerne – wir helfen Ihnen mit lokalen Tipps weiter!

