Schlosskulisse, Waldromantik oder lieber ein Bummel durch die Innenstadt? Für Solingerinnen und Solinger bietet das Bergische Land 2026 viele unterschiedliche Ziele für einen Weihnachtsmarktbesuch. Ein besonderer Blick lohnt sich auf den Grünewalder Adventstraum in Solingen. Doch auch die Nachbarstädte setzen auf historische Altstädte, lokale Vereine und ungewöhnliche Veranstaltungsorte.
Die folgende Auswahl ist eine redaktionelle Orientierung, keine Rangliste. Termine und Öffnungszeiten können sich ändern. Prüfen Sie deshalb vor der Fahrt die Angaben des jeweiligen Veranstalters.
Solingen: Schlossatmosphäre beim Grünewalder Adventstraum
Der Grünewalder Adventstraum auf Schloss Grünewald ist einer der auffälligsten Weihnachtsmarkttipps für Solingen und die Region. Für 2026 ist die Veranstaltung an mehreren Adventswochenenden zwischen Ende November und dem 20. Dezember vorgesehen. Der Veranstalter nennt rund 100 Aussteller pro Wochenende und etwa 1.500 Meter Lichterketten im Park.
Auf dem Gelände stehen Kunsthandwerk, Manufakturen, Feuerschalen, Lichtinstallationen, Musik und weihnachtliche Gastronomie im Mittelpunkt. Wer nicht vor allem möglichst viele Stände sucht, sondern Wert auf eine besondere Kulisse legt, dürfte hier fündig werden. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 16 Jahre haben laut Veranstalter freien Eintritt.
Auch Schloss Burg gehört Ende November mit einem angekündigten Adventsbasar zur Solinger Adventslandschaft. Wer den Besuch planen möchte, sollte die konkreten Veranstaltungstage vorab beim Veranstalter prüfen.
Weihnachtsmärkte in den Nachbarstädten
Wuppertal: lange Saison und Schloss Lüntenbeck
Der Wuppertaler Winterzauber auf dem Laurentiusplatz soll am 19. November beginnen und bis zum 28. Dezember 2026 laufen. Weitere Weihnachtsangebote gibt es in Elberfeld. Für einen ruhigeren, historisch geprägten Ausflug kommt Schloss Lüntenbeck infrage: Dort sind Veranstaltungen an Adventswochenenden Anfang Dezember vorgesehen.
Velbert: Innenstadtmarkt oder Waldkulisse
Der Weihnachtsmarkt Am Offers ist für den 4. bis 6. sowie den 10. bis 13. Dezember angesetzt. Für den zweiten Zeitraum nennt die Stadt am Donnerstag Öffnungszeiten von 17 bis 21 Uhr; freitags soll der Markt von 15 bis 21 Uhr, samstags von 11 bis 21 Uhr und sonntags von 11 bis 19 Uhr geöffnet sein.
Eine andere Atmosphäre verspricht der Wintermarkt im Wald-Abenteuer am Bismarckturm in Langenberg. Geplant ist er für den 11. bis 13. und den 18. bis 20. Dezember. Kunsthandwerk, Lagerfeuer, Livemusik und weihnachtliche Speisen machen ihn zur Alternative zum klassischen Innenstadtmarkt.
Remscheid: früher Start, dazu Lenneper Altstadt
Der Remscheider Weihnachtstreff auf dem Theodor-Heuss-Platz soll vom 13. November bis zum 23. Dezember stattfinden. Freitags und samstags ist der Markt nach veröffentlichten Angaben teilweise bis 22 Uhr geöffnet. Wer eine historische Kulisse vorzieht, kann den Lenneper Weihnachtstreff vormerken: Er ist für den 10. bis 13. Dezember auf dem Alten Markt vorgesehen.
Mettmann: der Blotschenmarkt an neuem Ort
Der traditionsreiche Blotschenmarkt zieht 2026 wegen der Sanierung der St.-Lambertuskirche erstmals auf den Königshofplatz. Als Termin ist der 27. November bis 13. Dezember angegeben. Geplant sind Öffnungszeiten von Montag bis Donnerstag zwischen 16 und 21 Uhr, freitags bis 22 Uhr und am Wochenende ab mittags. Der Standortwechsel macht den Besuch in diesem Jahr besonders interessant: Wie sich das vertraute Marktgefühl auf den neuen Platz überträgt, wird sich vor Ort zeigen.
Hattingen: Fachwerk als Kulisse
Der Nostalgische Weihnachtsmarkt Hattingen ist für den 23. November bis 22. Dezember vorgesehen. Die historische Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern bietet einen passenden Rahmen für einen Bummel, der sich mit einem Spaziergang durch die Gassen verbinden lässt.
Heiligenhaus und Radevormwald: Märkte mit lokalem Charakter
In Heiligenhaus ist der Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz vom 10. bis 13. Dezember geplant. Die Stadt hebt die Beteiligung lokaler Vereine, Gruppen und Einrichtungen hervor. Öffnungszeiten: Donnerstag und Freitag 16 bis 22 Uhr, Samstag 11 bis 22 Uhr und Sonntag 11 bis 18 Uhr.
Der Radevormwalder Weihnachtsmarkt soll vom 11. bis 13. Dezember rund um Marktplatz, Kaiserstraße und Schlossmacherplatz stattfinden. Vereine und Händler bieten unter anderem Handarbeiten, Schmuck und Weihnachtsdekoration sowie Speisen und Getränke an. Musik und Kinderangebote ergänzen das Programm.
Hückeswagen: Hüttenzauber in historischer Umgebung
Der Hückeswagener Hüttenzauber ist für den 4. bis 6. Dezember angesetzt. Vorgesehen sind Öffnungszeiten am Freitag von 17 bis 22 Uhr, am Samstag von 13 bis 22 Uhr und am Sonntag von 11 bis 20 Uhr. Regionale Händler und Aussteller bieten unter anderem Handarbeiten, Dekoration und Geschenkideen an. Die historische Altstadt und das Schloss bilden den Rahmen für den Markt.
Wermelskirchen: ein besonderer Naturweihnachtsbaum
Ein Grund für einen Adventsbesuch in Wermelskirchen ist der historische Mammutbaum im Zentrum. Er ist knapp 27 Meter hoch, mehr als 150 Jahre alt und wird zur Weihnachtszeit mit hunderten Lichtern beleuchtet. Die Stadt bezeichnet ihn als Deutschlands größten innerstädtischen Naturweihnachtsbaum.
Die Bergische Weihnacht beziehungsweise der kulinarische Weihnachtsmarkt gehört zu den zentralen Veranstaltungen der Innenstadt. Für 2026 weist die Stadt den zweiten Advent weiterhin als entsprechenden Veranstaltungssonntag aus. Konkrete Veranstaltungs- und Öffnungszeiten sollten vor dem Besuch noch einmal geprüft werden.
Bergisch Gladbach: mehrere Märkte zur Auswahl
In Bergisch Gladbach sind gleich mehrere Veranstaltungen gelistet. Der Weihnachtsmarkt auf dem Konrad-Adenauer-Platz soll vom 19. November bis 23. Dezember stattfinden. Für das Refrather Weihnachtsdorf auf dem Peter-Bürling-Platz ist der Zeitraum vom 16. November bis 23. Dezember angegeben. Der Bensberger Hüttenzauber ist vom 19. November bis 30. Dezember vorgesehen, Zanders Zauber auf dem ehemaligen Industrieareal vom 14. bis 23. Dezember.
Der Unikat-Weihnachtsmarkt im Grandhotel Schloss Bensberg ist für den 10. bis 13. Dezember angekündigt. Laut Veranstalter ist der Eintritt kostenpflichtig und beinhaltet ein Getränk; Kinder bis zwölf Jahre haben freien Eintritt. Prüfen Sie die aktuellen Bedingungen vor dem Besuch.
Welcher Markt passt zu Ihrem Ausflug?
- Für Schlossatmosphäre: Schloss Grünewald in Solingen oder Schloss Bensberg in Bergisch Gladbach.
- Für historische Gassen: Hattingen, Hückeswagen oder der Lenneper Weihnachtstreff.
- Für eine ungewöhnliche Kulisse: der Wintermarkt am Bismarckturm in Velbert-Langenberg.
- Für eine lange Saison: die Märkte in Wuppertal und Bergisch Gladbach.
- Für einen Markt mit lokaler Vereinsbeteiligung: Heiligenhaus oder Radevormwald.
- Für eine Bergische Besonderheit: der beleuchtete Mammutbaum in Wermelskirchen.
Die Auswahl zeigt: Ein Weihnachtsmarktbesuch im Bergischen Land muss nicht immer ein großes Innenstadtprogramm sein. Solingen bietet mit Schloss Grünewald einen starken Tipp vor der eigenen Haustür; wer Abwechslung sucht, findet in den Nachbarstädten Waldkulissen, Altstadtflair und lokale Märkte. Entscheidend ist, welche Atmosphäre Sie suchen – und vor der Abfahrt noch einmal den aktuellen Termin zu prüfen.
